Eine empörende Geschichte

AMK neu

Die Versorgung demenzkranker Menschen ist gerade ein TOP-Thema, denn die Versorgung von Pflegebedürftigen im Alter und ihre Betreuung in Würde ist in einem unhaltbaren Zustand.

Die gesellschaftliche Verantwortung für diese wachsende Gruppe der Betroffenen muss gestärkt werden. Dazu zählt auch eine Verbesserung des Personalschlüssels und der Bezahlung des Pflegepersonals. Ferner muss eine wirksame Kontrolle der Pflegedienste gewährleistet werden.

Warum, das zeigt wie in einem Brennglas der Fall von Angelika-Maria Konietzko, die sich als Pflegehelferin vorbildlich verantwortungsbewusst engagierte, durch ihr mutiges Handeln jedoch ihren Arbeitplatz verlor, wegen Mobbings auf Zeit frühverrentet wurde. Sie hat sich entschieden die Erzwingungshaft anzutreten, weil sie nicht akzeptieren kann, dass sich ihr Arbeitgeber mittels Prozessbetrug vor Gericht durchsetzen konnte. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Website. (s. vor allem die Rubrik „Um was es geht“ und „Pflege SHV solidarisch“ auf der rechten Randspalte.)

Kontakt zu Angelika Konietzko und zum Solidaritätskomitee:
A-M-Konietzko-Soli@gmx.de

Richter für befangen erklärt

Die Berufungsverhandlung wegen fortgesetztem Mobbing durch den Geschäftsführer, den Rechtsanwalt und den Betriebsarzt der Hauskrankenpflege Berlin Mitte HS GmbH (HKP) fand nicht statt.

Am 6.6.2013 wurde im Mobbingverfahren der Pflegehelferin Angelika-Maria Konietzko gegen die HKP der angesetzte Vorsitzende Richter von der 19. Kammer des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (LAG) für befangen erklärt.

Der abgelehnte Richter hatte zuvor einen Antrag der Klägerin auf Prozesskostenhilfe abgelehnt. Sein fehlerhaftes Verhalten bei der Behandlung des Antrags deutete allerdings nach Auffassung des LAG auf dessen Voreingenommenheit gegenüber der Klägerin hin. Die Darstellung der Tatsachen durch die Pflegehelferin wurde von ihm überhaupt nicht oder nur mangelhaft zur Kenntnis genommen. Ein faires Verfahren war mit dem vorgesehenen Richter also nicht zu erwarten gewesen.

Hintergrund des Falls:
Nachdem sich Frau Konietzko über die unzumutbaren Arbeitsbedingungen an ihrem Arbeitsort in der Wohngemeinschaft für demente Menschen bei ihren Vorgesetzten beschwert hatte, wurde sie gemobbt und schließlich krankheitsbedingt entlassen. Seit mittlerweile sechs Jahren wehrt sie sich juristisch gegen den privaten ambulanten Pflegedienst, der für die Pflegedefizite verantwortlich war.

Die Berliner Arbeitsgerichtsbarkeit weigert sich bis heute eine wirkliche Prüfung des Tatbestandes vorzunehmen. Der Fall sollte deshalb öffentlich aufmerksam verfolgt werden!

Nähere Information über die Hintergründe der Auseinandersetzungen unter http://konietzko.blogsport.de/

Komitee „Solidarität mit Angelika-Maria Konietko

Solidaritätserklärungen

Die Gewerkschafts-Föderation der Sud-Gesundheit und Soziales , die alle Beschäftigten im Bereich Gesundheit und Soziales umfaßt, unterstützt Maria in dem Kampf, den sie führt um ihren Anspruch an die Arbeit, um die Ethik, um das Recht der psychisch Kranken und aller Anderen.

Es sind immer die Beschäftigten, die die Qualität der Pflegetätigkeiten verteidigen, die gemobbt und angegriffen werden – und hier als Spitze die Drohung mit dem Gefängnis -

Es sind die, die sich gegen die Privatisierung des öffentlichen Gesundheitswesens wehren, gegen seine Auflösung, gegen die Schließung von Einrichtungen und Diensten, gegen den Mangel an Personal, der zur schlechten Behandlung führt – und Maria hat es gewagt, das anzuklagen

Bravo für den Widerstand gegen dieses System und neben dieser Solidaritätsbotschaft – welche Initiativen können wir tun, um die Unterstützung zu vervollständigen ?

gewerkschaftlichen gruss

fabienne Binot

sud-santé-sociaux

Frankreich

Nächstes Treffen des Komitees

Kon­takt zu An­ge­li­ka-Maria Ko­nietz­ko und zum So­li­da­ri­täts­ko­mi­tee:
A-M-Konietzko-Soli@​gmx.​de



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